Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Panorama-Ansicht, Foto: Skibitzki, Dehnhard

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zentrum Berlins ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die bis zu sechs Millionen Opfer. Das Denkmal besteht aus dem von Peter Eisenman entworfenen Stelenfeld sowie dem unterirdischen Ort der Information und wird von einer Bundesstiftung unterhalten.

Das Stelenfeld ist Tag und Nacht frei zugänglich. Der Ort der Information ist von April bis September von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet (letzter Einlass 19.15 Uhr). Von Oktober bis März können Besucher die Ausstellung von 10.00 bis 19.00 Uhr besichtigen (letzter Einlass 18.15 Uhr). Montags ist der Ort der Information mit Ausnahme gesetzlicher Feiertage geschlossen.

Potsdam zeigt Wanderausstellung »Was damals Recht war ...«

Nach zweijähriger intensiver Archiv- und Forschungsarbeit hat die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am 22. Juni 2007 die Wanderausstellung »Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht« erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung erinnert an etwa 20.000 Soldaten und Zivilisten unterschiedlicher Nationen, die durch Unrechtsurteile der deutschen Wehrmachtgerichte ihr Leben verloren.

Vom 3. März 2010 bis 7. April 2010 präsentieren der Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen e.V. und zahlreiche Kooperationspartner die Wanderausstellung in den Bahnhofspassagen Potsdam.
In Potsdam wird es eine lokalhistorische Ergänzung geben. Für diese Zusatzausstellung wurde die Kartei des Brandenburgischen Landeshauptarchivs in Potsdam, in der die in Folge von Wehrmachtgerichten im Zuchthaus Brandenburg an der Havel hingerichteten Menschen aufgelistet sind, gesichtet und ausgewertet. Diese Hinrichtungsopfer werden im regionalen Ausstellungsteil benannt. Darüber hinaus werden die Orte des Terrors der Wehrmachtsgerichtsbarkeit in Potsdam und die Auswirkungen ihrer Urteile an Hand von Fallgeschichten beschrieben.

Nach der Auftaktpräsentation in der Berliner St. Johannes-Evangelist-Kirche und den ersten Stationen NS-Dokumentationszentrum EL-DE-Haus Köln, Deutsches Marinemuseum Wilhlemshaven, Justizpalast München, Stadtmuseum Halle (Saale), Historisch-Technisches Informationszentrum Peenemünde, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Landtag Schleswig-Holstein Kiel, Historisches Museum Bielefeld, Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund, Rathaus Bremen, Universität Hamburg, Theater Nestroyhof Wien, Rathaus Marburg und Historisches Museum Hannover wird die Ausstellung nun in Potsdam gezeigt. Dort ist sie vom 3. März bis 7. April 2010 in den Bahnhofspassagen Potsdam, Babelsberger Straße 16, 14473 Potsdam zu sehen. Im Anschluss wird die Ausstellung auch in weiteren Städten präsentiert, darunter unter anderem in Erfurt, Prora, Klagenfurt und Münster.

Öffnungszeiten in Potsdam
Mo bis Fr 9.30 – 20 Uhr, Sa und So 10 –18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Buchung von Führungen
Tel.: +49 (0)331 – 270 24 26
E-Mail: kontakt@antimilitaristischer-foerderverein.de


»Geliebt, verjagt, ermordet« – CD mit populären Hits von jüdischen Künstlern

»Geliebt, verjagt, ermordet« lautet der Titel einer CD, die von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas zusammen mit Erich Schoepe (www.dashoerwerk.de) pünktlich zum zweijährigen Jubiläum des Denkmals präsentiert wurde. Zu hören sind bekannte deutsche Interpreten aus den 20er und 30er Jahren, darunter Friedrich Hollaender mit »Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt« und Richard Tauber mit »Dein ist mein ganzes Herz«. Erinnert wird an 20 jüdische Künstler, die nach der nationalsozialistischen Machtergreifung ermordet oder in das Ausland vertrieben wurden. Die CD ist im Buchladen des Denkmals für 5,95 Euro erhältlich und wird zusätzlich über den Onlineshop vertrieben. 2,50 Euro des Erlöses unterstützen die Arbeit der Stiftung im Ort der Information.


»Denkmal für die ermordeten Juden Europas – ein virtueller Rundgang durch den Ort der Information«


DVD Hauptmenue

Aufgrund zahlreicher Besucherwünsche entwickelte die für die medialen Anwendungen im Ort der Information verantwortliche Firma MMCD aus Düsseldorf in Kooperation mit der Stiftung eine interaktive DVD zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Neben einem virtuellen Rundgang durch die unterirdische Ausstellung, der auch vertiefende Informationen zu den Inhalten der einzelnen Themenräume bietet, gibt es interaktive Panoramen des Stelenfeldes und des Orts der Information sowie Fotos und Filmsequenzen zu Geschichte und Gegenwart des Denkmals. Die DVD ist im Buchladen des Orts der Information in Deutsch/Englisch erhältlich und wird zusätzlich über den Onlineshop vertrieben.


Materialien und Fotos


Katalogband Fotoband

Der begleitende Katalog und ein Fotoband, der den Bauprozess dokumentiert, sind im Ort der Information und im Buchhandel erhältlich.

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Informationen zum Denkmal

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